Berlins Verkehrssenatorin möchte Autos abschaffen.

Wenn es nach „Regine Günther“, derzeit Berlins Verkehrssenatorin gehen würde, soll so Berlins Zukunft aussehen. Eine autofreie Stadt in der die fröhlichen Pendler den Weg zur Arbeit entspannt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar mit dem eigenen Rad“ das ohnehin fast jeder im Keller hat“ so Günther, zurücklegt.

völlig an der Realität vorbei

Aber wie sieht die Realität denn aus? Wer morgens auf die bereits im Minuten Takt fahrenden öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist, kann über solche Aussagen doch eigentlich nur den Kopf schütteln. S- Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen sind gerade zu den wichtigen Stoßzeiten heillos überfüllt, oft ist es schwer sich überhaupt noch in eine Bahn zu quetschen von einem Sitzplatz ganz zu schweigen. Was würde denn passieren, wenn jetzt auch noch alle Pendler Ihre Autos nicht mehr nutzen dürften, sondern diese auch noch auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sollten? Derzeit völlig undenkbar da schlichtweg keine Kapazitäten vorhanden sind. Angesichts solcher Tatsachen kann man Günthers Forderung „sich von seinem PKW zu trennen“ doch nur als Scherz ansehen.

Pendler werden völlig vergessen

Das Konzept der autofreien Stadt kann letztlich nur auf sehr kurzen fußläufigen Wegstrecken (oder Nutzung mit dem Rad) beruhen und schon das ist völlig unrealistisch in einer Stadt wie Berlin. Ein Autofahrer in Berlin verlor zwar 2018 im Schnitt 154 Stunden im Stau, somit sechs volle Tage, aber wie sehe es ohne Auto aus? Viele Arbeitsplätze auch in der Stadt haben gar keine direkte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Von den Randgebieten ganz zu schweigen. Und wer hat schon seinen Arbeitsplatz um die nächste Ecke?

Wie viele Stunden würde denn ein Mensch damit verbringen zur Arbeit zu laufen oder mit dem Rad zu fahren? Wer von uns ist denn zuletzt 10 – 20 km mit dem Rad zur Arbeit gefahren um dann frisch und erholt am Arbeitsplatz zu erscheinen? Soll beispielsweise ein Maurer oder eine Pflegekraft nach seinem 8 Stunden Arbeitstag fröhlich auf sein Rad schwingen und mit einem Liedchen auf den Lippen noch 20km nach Hause radeln? Und hier sprechen wir nicht von dem 20-jährigen knackigem Burschen, sondern von dem 50-jährigen Familienvater oder die Mutter die nach der Arbeit ihre zwei Kinder aus Kita, Hort oder Schule mit Ranzen und Turnbeutel abholt um dann noch schnell den Einkauf und anderen notwendige Besorgungen zu erledigen!

das alte Konzept für Automobilität stößt an seine Grenzen

„Das alte Mobilitätskonzept der autogerechten Stadt stößt gerade in Berlin an seine Grenzen.“ Natürlich gar keine Frage, aber warum? Seit Jahren werden notwendige Reparaturen oder Ausbauten nur schleppend oder gar nicht vorangetrieben, Berlin ist quasi eine einzige Baustelle. Aber anstatt das Problem mit ausreichend finanziellen Mitteln schnell voran zu treiben und bestehende Probleme zu lösen, schlägt man jetzt lieber einen völlig anderen und noch absurderen Weg ein. Das dies ohnehin auf absehbare Zeit nicht umsetzbar ist, spielt wie so oft keine Rolle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.